Burgpalast, Ungarn

Beschreibungen und Bilder zu Burgpalast in Ungarn

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Burgpalast

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Der Burgpalast (ungarisch: Budavári palota) auf dem Burgberg ist das größte Gebäude Ungarns und das wohl bekannteste Gebäude Budapests.

Die königliche Residenz überragt die Millionenmetropole als das höchstgelegende Gebäude und ist von allen Richtungen in seinen ganzen Ausmaßen gut zu erkennen. Die Budapester denken aber nicht nur an den Burgpalast, wenn sie über Burgberg sprechen. Auch die auf dem Burgberg erbaute mittelalterliche Stadt mit ihren engen Gassen und Plätzen wird von den Budapestern hoch geschätzt.

Allgemeines

Die Burg, welche sich in beeindruckender Form über Budapest und die Donau erhebt, besteht aus mehreren Teilen.

Burgpalast

Als erstes wollen wir uns die königliche Burg anschauen, welche im südlichen Teil des Burgberges zu finden ist. Die heutige Burg vereinigt gotische und renaissance Stilelemente zu einem prächtigen Gesamtbildnis. Sie beeindruckend in ihren Ausmaßen und trägt daher zu recht den Titel "größte Burg Ungarns". Die 400 m lange und bis zu 200 m breite Anlage war in Höfe und Vorburgen aufgeteilt. Untereinander waren diese teilweise mit kleinen Gräben bzw. Halsgräben voneinander getrennt. Heute kann man diese nur noch an einem restaurierten Teilstück eines Halsgrabens mit einer auf Pfeilern ruhenden Brücke, die einst als Burgzugang diente, erahnen. Aber neben den Wehranlagen wurde die Burg auch durch ihre stattlichen Gebäude, welche vom Stephansturm weit hin sichtbar überragt wurden, geprägt. Leider wurden durch die Schlachten und Kriege viele Teile der Burg zerstört und viel des alten Glanzes wurde vernichtet. Allerdings hat ja so manche Zerstörung auch ihr gutes und so war es vor allem dem Zweiten Weltkrieg und der damit verbundenen zweiten vollständigen Zerstörung der Burg zu verdanken das sich für die Historiker eine neue Chance ergeben hat die alte ursprüngliche Burg zu erforschen und zu rekonstruieren. Diese war von dem ab dem 18. Jahrundert erbautem Palais überdeckt worden. Auf diese Weise bekam man Einblick auf Räume die man bis dahin nicht vermutet hatte. Als wichtigste sind in dem Bezug die Burgkapalle und der große Gotische Saal zu nennen. Man schaffte es sogar den großen Saal nur anhand der erhaltenen Erdgeschossmauern und zweier Säulen, welche das Kreuzgewölbe trugen, originalgetreu zu rekonstruieren. Die Leistung der Historiker kann man nicht hoch genug ansehen, da mit ihrer Arbeit ein großes Stück längst verloren gegangener Budapester und Ungarischer Geschichte wiederbelebt werden konnte.

Burgstadt

Als zweites wollen wir uns der mittelalterliche Burgstadt witmen. Umrandet wird sie von einer mit Rondellen bastionierten Mauer, welche den Bewohnern bereits zur Zeit der Türkenkriege Schutz bot. Fast alle Teile der Stadt mit ihren Kirchen und Gässchen steht heute unter Denkmalschutz. Zwei der wohl bekanntesten Bauwerke inmitten der Stadt sind Fischerbastei und Matthiaskirche.

Geschichte

Nach 1242 wurde eine erster Burg unter der Herrschaft König Béla IV. errichtet. Urkundliche Erwähnung fand sie das erste mal im Jahre 1255. Es entstand ein gotischer Palast von dem auch heute noch Reste zu bestaunen sind.

In den Jahren um 1306 wurden Teile der Burg wieder abgerissen und an ihrer Stelle ließ König Ludwig von Anjou sich eine neue Burg errichten. Im Zuge der Bautätigkeiten wurde gleichfalls auch der Stephansturm, eine kleine Kapelle und das U-Förmige Palastgebäude erbaut.

Unter König Zsigmond erfuhr die Burg in den Jahren 1387 bis 1437 zahlreiche Erweiterungen. Damals wurden sowohl das Palastgebäude, wie auch die Befetigungsmauern, ausgebaut. Aus dieser Zeit scheint auch die heutige Gliederung der Burg mit ihren Vorburgen und den Halsgräben zu stammen. Die Halsgräben hatten unter anderem die Aufgabe das Palastareal von der Stadt Buda abzutrennen.

Im Rahmen der Regentschaft von König Matthias Corvinus, der ein großer Förderer von Kunst und Wissenschaft war, wurde der bis dahin im gotischen Stil gehaltene Burgpalast 1458 bis 1490 weiter ausgebaut. Diesmal allerdings im Renaissancestil. Mit seinen Kunstschätzen wird der Burgpalast schließlich zu dem kulturellen Zentrum Mitteleuropas.

Nach jahrelanger Belagerung der Burg gelang es 1541 schließlich den Türken die Budaer Burg einzunehmen. In den folgenden 145 Jahren der Besatzung begann der langsame Verfall der Burg. So wurden die Räume des Burgpalastes unter anderem als Lagerräume, Pulverkammern oder Ställe benutzt. Dies sollte sich allderings schon wenige Jahre später rächen. So ereignete sich im Jahre 1578 eine gewaltige Explosion in der Pulverkammer des Palastes, der ca. 2000 Menschen zum Opfer fielen und die große Teile des Palastes zerstörte. Einige Teile des Palastareals waren aber auch den Türken wichtig und so wurden unter ihrer Vorherrschaft die Befestigungsanlagen stark erweitert und verstärkt, was dazu führte das die wiederholt gegen die Burg anrennenden christlichen Heere keine Chance hatten die Burg den Türken zu entreißen.

Im Jahre 1686 wurde die Burg abermals belagert, diesmal unter der Führung von Herzog Karl von Lothringen. 2 Monate lag der Burgberg unter dem Beschuss der Befreihungskämpfer. Bei den folgenden Erstürmungsversuchen kam es zu unzähligen erbitterten Kämpfen mit den Türken, die letztendlich zur fast vollständigen Zerstörung der Burg führten. Der entscheidende Angriff, welcher auch mit der erfolgreichen Eroberung der Burg endete, sollte schließlich am 2. September 1686 um 17 Uhr stattfinden. Da die Furcht vor einer Erneuten Besetzung der Burg durch die Türken so groß war wurden sofort wieder die Mauern und die Bastionen der Burg provisorisch instand gesetzt. Allerdings war der Palast so stark zerstört das es nicht möglich war ihn wieder aufzubauen.

1711 bis 1740 wurden schließlich viele Teile der Burg abgerissen und Karl III. machte sich 1714 daran einen kleinen Palast im Barockstil zu erbauen. Unter Maria Theresia wurde anschließend begonnen ein großes wohnliches Schloss zu errichten. 1770 konnte man nach 56 jähriger Bauzeit die Fertigstellung des Palais verkünden.

78 Jahre später, zur Zeit des ungarischen Freiheitskampes von 1848 bis 1849 wurde das Palais abermals belagert und Teile von ihm fielen den Feuer zum Opfer. Die entstandenen Schäden wurden allerdings recht zügig wieder behoben.

Zu seiner heutigen Größe wurde das Palais 1890 bis 1903 unter Leitung der Architekten Miklós Ybl und Alajos Hauszmann ausgebaut. Im Zuge der Ausbauarbeiten erhielt der Palast auch seine heutige neobarocken Form.

Am Ende des Zweiten Weltkrieges wurde die Burg, während der Schlacht um Budapest 1944/45 zu einem Hauptbrennpunkt der Kämpfe. Hauptgrund dafür war, das in den alten Höhlensystemen unter der Burg tief im Burgberg das deutsche Hauptquartier eingerichtet war. Bei den heftigen Kämpfen wurde die Burg fast vollständig zerstört und zahlreiche wertvolle Einrichtungsgegenstände sowie Gemälde fielen den Flammen zum Opfer.

Nachdem die Burg nun schon zum zweiten mal in ihrer Geschichte zerstört wurde, begann man abermals mit dem Wiederaufbau und bereits 1968 konnten die ausgegrabenen und wiederhergestellten Teile der alten Burg und des Palastes der Öffentlichkeit zur Besichtigung frei gegeben werden.
Aber es sollten noch weitere 10 Jahre vergehen bis man die Restaurierungsarbeiten abschließen konnte. Seit dem finden auch in regelmäßigen Abständen Grabungen und in Teilbereichen Rekonstruktionen statt.

Erreichbarkeit

Die Burg ist kaum zu verfehlen durch ihre zentrale Lage auf dem Budaer Berg in Budapest. Zu erreichen ist sie unter anderem über den Moszkvá ter (Metro Linie 3). Ab dort kann man mit dem Várbusz bis zur Burg hinaus fahren. Eine andere interessante Alternative stellt die Zahnradbahn, welche bis zur Burg hinauffährt, dar. Die Haltestelle dazu findet man an der Kettenbrücke.

Sehenswertes

Der Burgpalast ist heute das größte Gebäude Ungarns und gleichzeitig der größte Museumsbau Ungarns. Nach der Erneuerung des Palastkomplexes enstand daraus ein Kulturzentrum, in dem unter anderem die Széchenyi-Nationalbibliothek, das Budapester Historische Museum, die Ungarische Nationalgalerie und das Museum Ludwig untergebracht sind.

Ungarische Nationalgalerie

In den Räumen der Nationalgalerie werden unter anderem Ausstellungen zur Kunst des Mittelalters, der Ranaissance und des Barocks sowie Austellungen mit den Werken berühmter ungarischer Maler veranstaltet.

Budapester Historische Museum

Das Burgmuseum ist der Anlaufpunkt wenn man sich die alten Teile des Burgpalastes ansehen möchte. Außerdem beherbergt es Dokumente zur Geschichte der Stadt und wertvolle gotische Skultpuren, welche sich im gotischen Rittersaal befinden. Zu finden ist es im Südflügel des Schlosses. Im gleichen Flügel kann man auch die Burgkapelle und den Königskeller besichtigen.

Burgstadt

Sehenswürdigkeiten der mittelalterlichen Burgstadt sind unter anderem die Matthiaskirche, einst die Krönungskirche ungarischer und habsburger Könige, sowie die 1895 bis 1902 erbaute Fischerbastei.

Höhlensystem

Unter der Burg befinden sich zwei Höhlensysteme, welche besichtigt werden können. Besichtigt werden kann einmal ein kleines Labyrinth, das auf die Türkische Besatzungszeit zurückgeht, und zum anderen ein Höhlensystem welches im 2 Weltkrieg als Hauptquatier für die deutsche Armee gedient hat.

Militärhistorisches Museum

Das Militärhistorische Museum ist besonders für Fans der Militärgeschichte empfehlenswert. Es liegt im Norden der Burg am großen Ezstergom-Rondell.

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Stadtplan Burgpalast

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